Mesonic:Anlagen

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Bevor Sie Ihre Anlagen anlegen, sollten Sie im Menüpunkt

die notwendigen Informationen hinterlegen.

Die Anlagen werden im Menüpunkt

angelegt.

Dieser Programmpunkt kann auch mit der Tastenkombination

  • STRG + S

aufgerufen werden.

Image23 0.jpg

Der Anlagenstamm beinhaltet alle Informationen, die das Anlagegut speziell betreffen, z.B. die steuerrechtliche Grundnutzungsdauer, das FIBU-Konto für die AfA-Buchung, das Anschaffungs- und Inbetriebnahmedatum, etc.

Zusätzlich werden im Anlagenstamm auch der Einheits- und Restbuchwert berechnet. Für die Übergabe der WINLine ANBU in die Kostenrechnung werden im Anlagenstamm auch die Kostenstelle, Kostenart und die kalk. GND erfasst.

Inventarnr.

20stellig, alphanumerisch Hier wird die Inventarnummer des Anlagengutes eingetragen; mit der Matchcode-Suchfunktion können Sie die gewünschte Inventarnummer suchen. Ist eine Inventarnummer bereits vorhanden, können die bestehenden Werte in den Eingabefeldern geändert werden (siehe Kapitel Anlagenänderung).

Hinweis

Soll ein neues Anlagegut erfasst werden, das aber eigentlich Bestandteil eines bereits bestehenden Gutes ist, kann das neue Inventargut als Subnummer angelegt werden. Dadurch bleibt der Zusammenhang mit dem Hauptanlagegut gewahrt. Wird also eine bereits bestehende Inventarnummer eingegeben, kann im Eingabefeld "Subanlage" eine fortlaufende Subnummer vergeben werden. Wird ein Inventargut neu angelegt, so wird dies automatisch in - noch nicht abgeschriebenen - Folgejahren ebenfalls angelegt.

Mit Hilfe der VCR-Controls Image23 1.png kann zwischen bestehenden Anlagen geblättert werden, bzw. mit dem "+" die nächste freie Anlagennummer gefunden werden. Diese VCR-Controls gibt es übrigens in so gut wie allen Stammdatenfenstern, wodurch ein sehr effizientes Warten der Stammdaten ermöglicht wird.

Subnummer

Wird für Anlagegüter vergeben, bei denen es sich um eine Untergruppe handelt (z.B. PC/Laufwerk /Graphikkarte, etc). Die Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer bei Subanlagegütern wird vom Hauptanlagegut übernommen.

Hinweis

Anlagegüter, die als Hauptanlagegüter gelten, dürfen nicht mit Einträgen im Feld Subnr. (z.B. 000) angelegt werden. Es stehen Ihnen sonst nicht die Eingabefelder für die Nutzungsdauer zur Verfügung. Zum Zeitpunkt der Erstanlage eines Subanlagegutes wird aufgrund der im Hauptanlagegut eingetragenen Nutzungsdauer die Restnutzungsdauer für die Subanlage geprüft. Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt können individuell pro Anlage (Haupt- oder Subanlage) durchgeführt werden.

Gruppe

Eingabe der Anlagengruppe, die Sie vorher in dem Programm Anlagengruppe angelegt haben. Zur Erleichterung gibt es wieder die Matchcode-Suchfunktion. Den Matchcode rufen Sie auf, indem Sie entweder:

  • mit der Maus die Lupe hinter dem Eingabefeld anklicken oder
  • den Matchcode über die Tastatur mit F9 aufrufen.
Bezeichnung

2 Zeilen, max. je 40 Zeichen, alphanumerisch Eingabe der Bezeichnung des Anlagegutes. Bei einer Neuanlage eines Anlageguts (oder einer SUB-Anlage) wird hier der Text " NEUEINGABE - F9 für Übernahme" vorgeschlagen - damit können über die Matchcodefunktion (F9-Taste) Werte von einem bestehenden Anlagegut übernommen werden (Es werden nur Stammdaten übernommen; bereits erfasste Buchungen werden nicht berücksichtigt). Die Übernahme der Zusatzfelder wird über die Einstellung der Checkbox "Anlagen mit Zusatzfeldern kopieren" im Anlagenparameter gesteuert.

Lief.Kto.

max. 20stellig, alphanumerisch Eingabe des Lieferantenkontos, nach der Nummer oder dem Namen kann auch mit der Matchcode-Funktion gesucht werden.

Lieferant

Bezeichnung des Lieferantenkontos, wird automatisch angedruckt (Kontobezeichnung aus FIBU), 2 Zeilen zu je max. 40 Zeichen, alphanumerisch.

FIBU-Konto

max. 20stellig, alphanumerisch Eingabe des FIBU-Kontos, auf welchem die Anlage verbucht wurde. Dadurch wird der Zusammenhang zwischen ANBU und FIBU hergestellt (für automatische Buchungsübergabe in die FIBU, die AfA-Liste wird nach FIBU-Kontennummern sortiert ausgegeben).

Wertberichtigungskonto

Wurde in den Anlagenparametern aktiviert, dass die (Perioden-)Abschreibung auf ein Wertberichtigungskonto verbucht werden soll, ist hier dieses einzugeben.

Hinweis

Genauere Erklärungen zum Thema direkte und indirekte Abschreibung finden Sie in der Hilfe zum Menü "Anlagenparameter"

AfA-Konto

max. 20stellig, alphanumerisch

Perioden-AfA-Konto

max. 20stellig, alphanumerisch

Sonder-AfA-Konto

max. 20stellig, alphanumerisch

Per.Sonder-AfA-Konto

max. 20stellig, alphanumerisch

Buchgewinn

FIBU-Sachkonto, das beim Anlagenverkauf für die Buchung in der FIBU herangezogen wird, wenn durch den Anlagenverkauf ein Buchgewinn entsteht. Wenn im Anlagenstamm kein Buchgewinn-Konto eingetragen ist, wird beim Anlagenverkauf das Buchgewinn-Konto aus dem Anlagenparameter herangezogen oder es muss im Anlagenverkauf manuell eingetragen werden.

Buchverlust

FIBU-Sachkonto, das beim Anlagenverkauf für die Buchung in der FIBU herangezogen wird, wenn durch den Anlagenverkauf ein Buchverlust entsteht. Wenn im Anlagenstamm kein Buchverlust-Konto eingetragen ist, wird beim Anlagenverkauf das Buchverlust-Konto aus dem Anlagenparameter herangezogen oder es muss im Anlagenverkauf manuell eingetragen werden.

Anschaffung

Eingabe des Anschaffungsdatums (für Berechnung des IFB).

Achtung!

Anlagegüter müssen immer in dem Wirtschaftsjahr der Anschaffung erfasst werden.

Inbetriebnahme

Eingabe des Datums der Inbetriebnahme, welches vor allem für die Halbjahresregelung in der Berechnung der AfA relevant ist. Z.B. Anschaffung eines Anlagegutes am 5.6.2005 und sofortige Inbetriebnahme = Abschreibung für ein ganzes Jahr. Anschaffung eines Anlagegutes am 5.6.2005, die Inbetriebnahme erfolgt jedoch erst am 10.8.2005 = Abschreibung für ein halbes Jahr (natürlich abhängig von den Einstellungen in den Abschreibungs-Parameter; hier ist ja auch eine monatsgenaue Errechnung, wie z.B. in Deutschland üblich, aber es sind auch noch andere Varianten der AfA-Berechnung denkbar - siehe "AfA-Regel" und "Abgangsregel") Bei einer "Anlage in Bau" kann das Inbetriebnahmedatum leer gelassen werden.

Achtung!

Für nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten kann das Inbetriebnahmedatum einerSubanlage vor dem Anschaffungsdatum liegen, sofern die Hauptanlage auch im aktuellen Jahrangeschafft wurde

Hinweis

Solange kein Inbetriebnahmedatum eingetragen wird, können die Stammdaten einer Anlage im Stamm editiert werden - auch wenn für das Wirtschaftsjahr bereits die Jahresabschreibung durchgeführt wurde.

GND/Jahre oder Monaten

max. 4stellig, numerisch Eingabe der Grundnutzungsdauer des Anlagegutes. Bei der WINLine ANBU ist es auch möglich, die Nutzungsdauer in Monaten anzugeben (siehe "Anlagenparameter").

Restnutzungsdauer

Informationstfeld Zeigt die aktuelle Restnutzungsdauer des Wirtschaftsgutes an. Die Restnutzungsdauer wird aufgrund der Nutzungsdauer und des Inbetriebnahmedatums automatisch errechnet und kann manuell nicht verändert werden.

Kennzeichen

Durch Anklicken des Pfeils neben dem Eingabefeld werden die hier gültigen Eingabemöglichkeiten aufgelistet:

  • 0

Kein Kennzeichen, d.h. ein normales Anlagegut, bei dem es sich weder um ein geringwertiges Wirtschaftsgut, noch um eine Finanzanlage handelt.

  • 1

Finanzanlage (z.B. Wertpapiere - werden nach speziellen Richtlinien bewertet).

  • 2

GWG Sofortabschreibung, d.h. das geringwertige Anlagegut kann schon im Jahr der Anschaffung mit seinem gesamten Anschaffungswert abgeschrieben werden. (GWG = Anschaffungswert unter EUR 400,- netto - Stand: Juli 2003) In Deutschland ist die Sofortabschreibung nur bis 31.12.2007 gültig für GWGs mit Anschaffungswert bis EUR 410,-. Ab dem 01.01.2008 muss die Poolabschreibung für GWGs genutzt werden.

  • 3

Liegenschaften (z. B. Grundstücke und Gebäude) - steuert die Behandlung des Anlagegutes in Bezug auf den Einheitswert. Liegenschaften werden wie Anlagegüter mit Kennzeichen 0 abgeschrieben. Sobald eine Nutzungsdauer hinterlegt ist, nimmt das Anlagegut auch an der Abschreibung teil. Wenn keine Abschreibung für eine Liegenschaft vorgenommen werden soll, muss die AfA "keine AfA" hinterlegt werden bei eingetragener Nutzungsdauer.

  • 4

Poolabschreibung (gültig nur für Deutschland) Dieses Kennzeichen wird für die GWGs benötigt, die in Deutschland ab 01.01.2008 angeschafft werden. Für diese GWGs ist ein Sammelposten zu bilden, der über 5 Jahre mit 20 % abgeschrieben wird. Der Sammelposten bleibt auch beim Ausscheiden eines GWGs innerhalb der 5 Jahre unberührt. Anlagen mit diesem Kennzeichen werden im Prinzip abgeschrieben wie mit Kennzeichen 0. Es wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, lineare Abschreibung und Ganzjahres-AfA vorgeschlagen. Die Besonderheit ist die Behandlung der Abgänge. Diese haben nur in der handelsrechtlichen Abschreibung eine Auswirkung. Steuerrechtlich dürfen diese Anlagen erst nach fünf Jahren ausscheiden. Deshalb wird im Anlagenverzeichnis und im Anlagenspiegel bei Anlagen mit Poolabschreibung ein Abgang innerhalb der ersten vier Jahre unterdrückt und erst im fünften Jahr ausgegeben. In den Entwicklungszeilen ändert sich nichts, dort wird der tatsächliche Abgang ausgewiesen.

AfA

Über die Auswahlbox können Sie die Abschreibungsart wählen:

Auswahlmöglichkeiten für Deutschland
  • 1 Degressiv

Wurde für die Abschreibung bereits die degressive AfA ausgewählt, wird das Flag "Wechsel, degressive -> lineare AfA sofort aktiviert. Das bedeutet, dass die ANBU zum richtigen Zeitpunkt automatisch den Wechsel von degressiver Abschreibungsart auf linear vorschlagen wird.

Image23 2.png

Der Prozentsatz der degressiven AfA wird in dem Feld Jahres-AfA % hinterlegt. Der Faktor zur Berechnung des Prozentsatzes für die degressive AfA wird automatisch aus der in den Anlagenparametern hinterlegten Obergrenze degressive AfA (%) errechnet. Dadurch wird der sich ständig ändernde maximal erlaubte degressive %-Satz korrekt ermittelt, z.B. bei 30 % degressiver AfA maximal das Dreifache der linearen AfA und ab 2009 bei 25 % degressiver AfA maximal das Zweieinhalbfache der linearen AfA.

Sonder-AfA (Gilt nur für Deutschland)

Über die Auswahlbox können Sie eine vorher in den Stammdaten angelegte Sonder-AfA auswählen:

  • 00 keine AfA bzw.

Auswahl der gewünschten AfA-Staffel aus dem Menüpunkt

AfA-Regel

Durch Anklicken des Pfeils neben dem Eingabefeld werden die hier gültigen Eingabemöglichkeiten aufgelistet. Eine AfA-Regel kann nur editiert werden, wenn das Inbetriebnahmedatum im Wirtschaftsjahr liegt!

  • 0

Monatsgenau, d.h. die Abschreibung kann auf Grund des Datums der Inbetriebnahme monatsgenau gerechnet werden.

  • 1

Halbjahres-AfA, d. h. aufgrund des Datums der Inbetriebnahme wird geprüft, ob die Anschaffung im ersten oder zweiten Halbjahr liegt. Wird das Anlagegut im Wirtschaftsjahr mehr als sechs Monate genutzt, dann wird der gesamte auf ein Jahr entfallende Betrag abgeschrieben, sonst die Hälfte dieses Betrages.

  • 2

Ganzjahres-Afa, d.h. unabhängig vom Datum der Inbetriebnahme wird die Abschreibung für ein ganzes Jahr berechnet.

  • 3

halbe AfA im ersten Jahr, d.h. abhängig vom hinterlegten Prozentsatz wird im ersten Jahr davon nur die Hälfte berechnet. (Z.B. Anlage als Staffel-Afa mit 10%, im ersten Jahr werden aber nur 5% abgeschrieben.)

Abgangsregel

Wählen Sie aus der Combobox die jeweils gültige Abschreibungsregel für dass Anlageverzeichnis aus. Eine Abgangsregel kann nur editiert werden, wenn dass Inbetriebnahmedatum im Wirtschaftsjahr liegt (bzw. natürlich im Zuge einer Neueingabe einer Anlage)!

Image23 3.png

  • 0

Monatsgenau, d.h. die Abschreibung kann auf Grund des Datums der Inbetriebnahme monatsgenau gerechnet werden.

  • 1

Halbjahres-AfA, d. h. aufgrund des Datums der Inbetriebnahme wird geprüft, ob die Anschaffung im ersten oder zweiten Halbjahr liegt. Wird das Anlagegut im Wirtschaftsjahr mehr als sechs Monate genutzt, dann wird der gesamte auf ein Jahr entfallende Betrag abgeschrieben, sonst die Hälfte dieses Betrages.

  • 2

Ganzjahres-AfA, d.h. unabhängig vom Datum der Inbetriebnahme wird die Abschreibung für ein ganzes Jahr berechnet.

  • 3

keine AfA, d.h. dass keine Abschreibung mehr im Jahr des Abganges erfolgt.

Bedingungen für die Geltendmachung des IFB (nicht mehr aktuell, da der IFB abgeschafft wurde und nur mehr für "alte" Anlagen aufzulösen ist):
  • Das Wirtschaftsgut muss eine mindestens vierjährige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer haben und in einer inländischen Betriebsstätte verwendet werden.
  • Der IFB kann nur im Jahre der Anschaffung geltend gemacht werden. Maßgebend ist der Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitpunkt (auch bei Teilanschaffungen bzw. Teilherstellungen)
  • Scheiden Wirtschaftsgüter vor Ablauf des vierten Wirtschaftsjahres aus, so ist die Rücklage gewinnerhöhend nachzuversteuern.
Ansch. Wert

max. 14-stellig mit Komma Eingabe des Wertes des Anlagegutes zum Zeitpunkt der Anschaffung. Der Anschaffungswert bildet die Basis für die Berechnung der jährlichen Abschreibung.

Anlagen mit negativem Anschaffungswert

Es können auch Anlagen mit negativem Anschaffungswert angelegt werden - so können z.B. Zuschüsse dargestellt werden.

Wird eine solche Anlage gespeichert, erscheint folgende Meldung:

Image23 4.png

Beispiel für die Behandlung von Anlagen mit negativem Anschaffungswert

Ein Sonderposten / Zuschuss wird im Anlagenstamm als Subanlage mit negativem Vorzeichen erfasst. Für die Subanlage wird ein eigenes FIBU-Konto (z.B. Sonderposten mit Rücklagenanteil) und AfA-Konto (Erlöskonto) hinterlegt.

Die FIBU-Buchung der Periodenabschreibung erfolgt für diese Anlage mit einem negativen Betrag - Erlöskonto an Sonderposten mit Rücklagenanteil.

KORE-Buchungen: Die im Anlagenstamm hinterlegte Kostenart ist eine Erlös-Kostenart. Bei der Buchungsübergabe der Periodenabschreibung und Jahresabschreibung an die FIBU wird bei Erlöskostenarten automatisch das Vorzeichen des KORE-Betrages gewechselt. Dadurch können Subventionen und Förderungen, die in der ANBU mit einem negativen Betrag erfasst wurden, in der KORE als Erlös positiv dargestellt werden.

Stille Rücklage

Eingabe der Stillen Rücklage, die auf dieses Anlagegut übertragen wurde (wobei hier nur der Rest der Bewertungsreserve eingegeben wird, der noch vorhanden ist).

Scheiden Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens vorzeitig aus, so können die dabei aufgedeckten stillen Reserven (=Differenz zwischen Veräußerungserlös und Buchwert) von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten neuer Anlagen abgesetzt werden. Dadurch wird eine Besteuerung der aufgedeckten stillen Reserven vermieden.

Voraussetzungen (Stand 1995)
  • Das Wirtschaftsgut muss mind. 7 Jahre zum Anlagevermögen des Betriebes gehört haben (Ausnahme: Ausscheiden infolge höherer Gewalt oder durch behördlichen Eingriff)
  • Die stille Rücklage kann im Jahr der Aufdeckung oder innerhalb der folgenden drei Wirtschaftsjahre übertragen werden.
  • Als Anschaffungs- oder Herstellungskosten der neuen Anlagen gelten die um die übertragenen stillen Reserven gekürzten Beträge, ebenso wie die Basis für die Berechnung der Abschreibung.
Abzugsbetrag (gilt nur für Deutschland)

Regelung der Investitionsabzugsbeträge gem. § 7g EStG

Bei dem Landeskennzeichen "Deutschland" gibt es anstelle der "Stillen Rücklage" das Feld "Abzugsbetrag".

Im Gegensatz zur Stillen Rücklage in Österreich wird der Abzugsbetrag vom Anschaffungswert abgezogen und daraus der Historische Stand Anfang berechnet. Es ist also der gesamte Anschaffungswert einzugeben. In den Auswertungen wird der gesamte Anschaffungswert und der um den Abzugsbetrag verminderte Historische Stand Anfang ausgegeben.

Der um den Abzugsbetrag verminderte AHK ist die Berechnungsgrundlage für die steuerrechtliche und handelsrechtliche Abschreibung und für die Sonderabschreibung.

Im Anlagenverzeichnis und im Anlagenspiegel kann der Abzugsbetrag aus der Variable 49 (Tabelle T134) angedruckt werden. Die zugehörige Summenvariable ist 0/82.

Image23 5.jpg

Jahres-AfA

Wird automatisch berechnet - kann für Ausnahmefälle manuell editiert werden (siehe "Anlagenänderung").

z.B. AW = € 2.000,-- ND = 10 Jahre Anschaffung und Inbetriebnahme: 8.4.2002 Jahres-AfA bei linearer Abschreibung: € 200,--

Liegt das Datum der Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte, darf nur die Hälfte der Jahres-AfA abgeschrieben werden (bei linearer und "Halbjahres-AfA"). Dieser Tatsache wird vom Programm bei Durchführung des AfA-Laufes automatisch Rechnung getragen. Im Feld "Jahres AfA" im Anlagenstamm wird immer die gesamte Jahresabschreibung angezeigt.

Achtung

Wird bei einer Anlage die theoretische Jahres-AfA auf 0,00 gestellt, wird beim Speichern der Anlage der Jahres-AfA Betrag automatisch neu berechnet. Soll bei einem Wirtschaftsgut keine Abschreibung erfolgen, verwenden Sie bitte das Kennzeichen "keine AfA" im Feld "AfA".

Jahres-AfA %

Wurde die AfA-Art "1 degressiv" ausgewählt, wird in diesem Feld der Prozentsatz der degressiven AfA hinterlegt. Dabei wird die Obergrenze degressive AfA (%), die in den Anlagenparametern hinterlegt ist, berücksichtigt.

Abgänge bisher

Die Höhe der Abgänge (Teilwertabgang) wird automatisch berechnet. Diese Abgänge braucht man für die Berechnung des Einheitswertes und des Restbuchwertes. Das Feld Abgänge ist ebenfalls editierbar. Werden alte Anlagenbestände in der ANBU manuell nachgetragen (z.B. weil gerade erst auf dieses System gewechselt wurde) ist hier die Summe der BISHERIGEN Abgänge (Teilwertabgänge vom Anschaffungswert) einzugeben.

Buchwert

Unter dem Buchwert versteht man den um die bisherige AfA reduzierten Anschaffungswert. Der ausgewiesene Stand ist der zu Beginn des Wirtschaftsjahres.

Beispiel

Anschaffung und Inbetriebnahme eines Anlagegutes am 15.2.2003; AW € 15.000,--; ND 5 Jahre --> jährliche AfA: € 3.000,--

Buchwert am 01.01.2005: € 9.000,-- Der Buchwert wird bei Eingabe einer Anlage automatisch errechnet, ist jedoch ebenfalls editierbar.

Einheitswert

Unter dem Begriff Einheitswert versteht man den durch das zuständige Finanzamt festgelegten steuerlichen Richtwert für Grundstücke und Gebäude.

Der Einheitswert ist die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Grundsteuer, der Grundsteuermessbetrag sowie die Schenkungs- und Erbschaftssteuer.

Es ist gesetzlich vorgesehen, dass der Einheitswert nicht unter einen bestimmten Prozentsatz des Anschaffungswertes fallen darf. Der Prozentsatz der Einheitswertuntergrenze wird im Menüpunkt

festgelegt.

Der Einheitswert wird automatisch vorgeschlagen, ist jedoch ebenfalls editierbar.

Hinweis

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wird der Einheitswert nur bei österreichischen Mandanten berechnet!

Anhaltewert

Der Anhaltewert legt fest, bis zu welchem Restbuchwert die Anlage abgeschrieben wird. Der theoretische Jahres-AfA-Betrag wird aber dadurch nicht verändert. Ein Anhaltewert von 0,00 ist ohne Bedeutung - es wird dann der Erinnerungswert aus dem Anlagenparameter bei der Abschreibung verwendet.

Bei der Abschreibung wird der Anhaltewert wie der Erinnerungswert berücksichtigt. Die Abschreibung erfolgt vom Anschaffungswert bei der linearen AfA oder vom Restbuchwert bei der degressiven AfA bis der Anhaltewert erreicht ist.

Beispiel

Ein am 1.1. angeschafftes Wirtschaftsgut hat einen AW von 10.000,- und eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Weiters wird ein Anhaltewert von 500,- hinterlegt.

Somit werden jedes Jahr 1000,- abgeschrieben. Im letzten Jahr der Nutzung wird aber nur der Differenzbetrag zwischen Anfangsbuchwert und dem Anhaltewert - also 500,- - abgeschrieben.

Schrottwert

Der Schrottwert beeinflusst die Abschreibungsbasis. Er wird zur Berechnung der theoretischen Jahres-AfA vom Anschaffungswert abgezogen.

Beispiel

Ein am 1.1. angeschafftes Wirtschaftsgut hat einen Anschaffungswert von 100.000,- und eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Es wird ein Schrottwert von 20.000,- hinterlegt.

Die theoretische Jahres-AfA errechnet sich linear aus 10 % von 80.000,-- (100.000 - 20.000). Somit werden jedes Jahr 8000,- abgeschrieben.

Vorz. AFA % (gilt nur für Österreich)

Eingabe des Prozentsatzes. Der Wert errechnet sich dann automatisch auf Grundlage des Anschaffungswertes. Für Investitionen in Anlagegüter, die im Jahr 2009 oder 2010 angeschafft oder hergestellt werden, kann durch das Konjunkturbelebungsgesetz 2009 eine vorzeitige AfA in Höhe von 30 % vorgenommen werden. Die vorzeitige AfA wird im Jahr der Anschaffung berechnet, auch wenn die Inbetriebnahme erst in einem Folgejahr erfolgt.

Hinweis

Die vorzeitige AfA beinhaltet auch die normale AfA, d. h. die vorz. AfA wird nicht mehr zur normalen AfA addiert.

IFB % (gilt nur für Österreich)

Eingabe der aktuellen Prozentsätze für den IFB. Nach Bestätigung der Eingabe wird die Höhe des IFB aufgrund des Anschaffungswertes automatisch errechnet.

Näheres zu dem Thema IFB entnehmen Sie bitte dem Kapiel ANBU-Parameter / Bereich Allgemein. Für ein Anlagegut kann nur eine vorz. AfA oder der IFB hinterlegt werden. Die Hinterlegung beider %-Sätze ist nicht möglich.

Die für die handelsrechtliche AfA benötigten Einträge (Stamm 2) wie z.B. AfA, Nutzungsdauer, Jahres-AfA oder Buchwert werden mit den Daten der steuerrechtlichen AfA vorbelegt - und können noch manuell angepasst werden.
Buttons
Image23 6.png Button Löschen

Wenn ein Anlagegut gelöscht wird, so werden auch alle ggf. angelegten Subanlagen mit gelöscht. Löschen einer Anlage ist nur im Jahr NACH dem kompletten Abgang einer Anlage möglich - bzw. wenn eine Anlage gerade erst angelegt wurde und noch keine Bewegungsdaten angefallen sind.

Hinweis

Wird ein Anlagegut, für das schon Periodenabschreibungen durchgeführt wurden, gelöscht, dann wir in der Finanzbuchhaltung automatisch der Buchungsstapel -21 Periodenabschreibung abgestellt. Dieser Buchungsstapel wird mit dem Tagesdatum, an dem das Anlagegut gelöscht wurde, abgestellt.

Image23 7.png Info

Nach Drücken des INFO-Buttons werden die wesentlichsten Werte des aktiven Anlagegutes angezeigt

Gemeinsame Verwendung der Module WINLine FIBU und WINLine ANBU

Falls Sie Lizenzen für die Finanzbuchhaltung und Anlagenbuchhaltung im Einsatz haben, können Sie direkt bei den Sachkonten eine Kennzeichnung für die Anlagenbuchhaltung hinterlegen.

  • 1 - Anlagekonto

Dadurch öffnet sich beim Buchen in der FIBU automatisch der Anlagenstamm und sämtliche Funktionen zur Anlage von Anlagegütern der WINLine ANBU stehen Ihnen zur Verfügung.

Felder die mit Buchhaltungsdaten bereits vorbelegt werden:

  • Lieferant
  • Nettoanschaffungswert
  • FIBU-Konto
  • Anschaffungsdatum