Mesonic:GP Planung der Erlöskonten-Struktur
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Planung der Erlöskonten-Struktur
Das erfreulichste am Buchen ist natürlich das Buchen von Ausgangsrechnungen und Erlösen. Für Ihre eigene Kontrolle aber auch für das Finanzamt ist eine Mindest-Strukturierung dieser Konten erforderlich.
Vom Gesetzgeber gefordert ist zumindest die Trennung der Erlöskonten in ihre verschiedenen Umsatzsteuer Prozentsätze. Mehr Themen:
- Aufgabe
- Voraussetzungen
- Ablauf
- Zusammenfassung
- Verwandte Themen
Aufgabe
Als erstes müssen Sie festsetzen, an wen Sie verkaufen: haben Sie Kunden im Inland, im Ausland, im EU-Ausland oder in Drittländern, wie viele Mehrwertsteuersätze (Verweis auf Unternehmensstamm) müssen Sie verwenden.
Zumindest sollte man also folgende Erlöskonten anlegen:
| Österreich | Deutschland | |||
| Erlöse Inland | 10 % | Erlöse Inland | 7 % | |
| Erlöse Inland | 20 % | Erlöse Inland | 19 % | |
| Erlöse Inland | 0 % | Erlöse Inland | 0 % | |
| Erlöse EU-Ausland | 0 % | Erlöse EU-Ausland | 0 % | |
| Erlöse Drittländer | 0 % | Erlöse Drittländer | 0 % |
Richten Sie für jeden Steuerprozentsatz ein eigenes Erlöskonto ein, wobei der Standard-Steuersatz im Erlöskonto direkt hinterlegt wird, d.h. bei der Erlösbuchung selbst erfolgt die Buchung und Berechnung der Umsatzsteuer automatisch. Jede steuerrelevante Buchung ist ohne irgendwelche Abschlussarbeiten jederzeit im Umsatzsteuer-Verprobungs-Journal, den Summenbelegen und im UVA-Beleg auswertbar.
Voraussetzungen
Um Erlöskonten anlegen zu können, müssen folgende Datenbereiche bereits existieren:
BKZs Jedes Erlöskonto MUSS einer Bilanzposition zugeordnet werden. Der aktuelle Saldo der auszuwertenden Perioden wird in jedem Bilanzsummierungslauf automatisch aktualisiert. Achtung: Erlöskonten MÜSSEN eine BKZ im Ziffernbereich 3000 bis 4999 zugeordnet werden (=G&V-Rechnung). Die Nummerierung der BKZ ist ausschlaggebend für die Reihenfolge des Andrucks der Position in der G&V-Rechnung.
BWAs Die Eintragung einer BWA-Zahl ist optional und für die Funktionalität der Finanzbuchhaltung nicht unbedingt erforderlich. Sind aber zusätzliche Auswertungen (neben den Bilanzen) gewünscht, bietet sich die BWA-Zahl (es können pro Konto 3 unterschiedliche BWAs hinterlegt werden) als Kontengruppierungskennzeichen an (BWA).
Unternehmensstamm Unbedingt erforderlich ist es, dass der Unternehmensstamm (d.h. die Sammlung aller im Unternehmen verwendeten Steuersätze und Steuerkonten) bereits angelegt wurde, da im Zuge der Anlage eines Erlöskontos sowohl das Steuerkennzeichen im Konto aktiviert wird (Umsatzsteuer) als auch die Standard-Steuerzeile mit dem für das Erlöskonto gültigen Steuerprozentsatz hinterlegt wird. Dieser Prozentsatz wird im Buchungsablauf automatisch vorgeschlagen (kann aber manuell noch optional übersteuert werden).
Kostenarten Ist eine Verknüpfung zur WINLine Kostenrechnung gewünscht, sollte auch dieser Datenbereich schon organisiert sein, da im Zuge der Kontenanlage der DIREKTE Zusammenhang eines Erlöskontos zu einer korrespondierenden Erlös-Kostenart durch Eintragen der Kostenart im Sachkontenstamm herstellbar. Diese Verknüpfung bewirkt, dass sich beim Buchungsvorgang automatisch das Kostenverteilungsfenster öffnet und der Erlös manuell oder automatisch für die Kostenrechnung verteilt werden kann.
Ablauf
Um ein Erlöskonto anzulegen, wählen Sie den Menüpunkt
Stammdaten Sachkonten
an bzw. Tastenkürzel (Strg + K)
Vergeben Sie eine neue Kontonummer. Möchten Sie die nächste freie Nummer eines bestimmten Nummernkreises angezeigt bekommen, geben Sie die Startnummer des Nummernkreises ein und drücken Sie die Taste „+“.
Beispiel: Kontonummer 4000
Anwahl „Erfolgskonto“
Bezeichnung: Warenerlöse (20 % / 19 %) (Hier könnten Sie auch die Daten eines bereits bestehenden Erlöskontos über den Matchcode mit F9 gesucht und übernommen werden)
Kostenart: Mit F9 wird die gewünschte Erlöskostenart (soweit in Verwendung) gesucht und übernommen
BKZ1/BKZ2: Geben Sie die Bilanzposition ein, der das Erlöskonto in der Bilanzgliederung zugeordnet werden soll - z.B. 4010 Umsatzerlöse
BWA: Ordnen Sie das Konto einer BWA-Zahl zu (z.B. 13 - Erlöse) - BWA2 und BWA3 können für unterschiedliche Zuordnungen verwendet werden
Als Steuerkennzeichen geben Sie „U“ für Umsatzsteuer ein. Damit wird automatisch beim Buchen auf ein Erlöskonto (sofern das Gegenkonto ein „neutrales“ Konto - d.h. ohne Steuerschlüssel - ist) die Umsatzsteuer berechnet und für die Umsatzsteuerverprobung bereitgestellt.
Anschließend suchen Sie mit dem Matchcode (F9) den gewünschten USt-Code und bestätigen die Selektion mit der ENTER-Taste (oder Maus-Doppelklick).
Damit ist die Minimalanforderung der Erlöskontenanlage abgeschlossen. Die Zusätzlichen Datenbereiche wie Zusatzfelder, Notiz und Budget können optional ausgefüllt werden (je nachdem, ob diese Datenbereiche in Ihrem Unternehmen verwendet werden sollen oder nicht.) (Planung der Erlöskonten-Struktur).
Zusammenfassung
Sie benötigen aufgrund gesetzlicher Gegebenheiten auf jeden Fall pro Steuerprozentsatz ein eigenes Erlöskonto.
Die nächste freie Kontonummer kann mit Hilfe der Taste „+“ jederzeit einfach und schnell lokalisiert werden.
Der Steuerprozentsatz wird in der Stammdefinition des Sachkontos hinterlegt und daher im Buchungsvorgang automatisch berücksichtigt.
Der vorgeschlagene Steuerprozentsatz und -betrag kann optional im Buchungsvorgang manuell übersteuert werden.
Jede steuerrelevante Buchung ist nach Absetzen der Buchungszeile bzw. des Buchungsstapels sofort in sämtlichen Auswertungen (UVA-Journal, Umsatzsteuerverprobung, UVA-Formular) ersichtlich.
Verwandte Themen
Planung der Aufwandskonten Planung des Sachkontenrahmens
