Mesonic:GP Planung der Kundenkonten (Ausland)
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Planung der Kundenkonten (Ausland)
Mehr Themen:
- Aufgabe
- Voraussetzungen
- Ablauf
- Zusammenfassung
- Verwandte Themen
Aufgabe
Definieren Sie zunächst die Herkunft des Kunden: Inland, EU-Mitgliedsstaat, Drittland. Um Ihren Kundenkonten eine übersichtliche Gliederung zu geben, sollten Sie zunächst in den FIBU-Parametern (WINLine Start) die Nummernbereiche festlegen. Eine sinnvolle Strukturierung wäre z.B.:
| Debitor (von – bis) | Laufkunden (von – bis) | ||
| Österreich | 230 - 249999 | 230 - 249999 | |
| Deutschland | 14 - 149999 | 14 - 149999 |
Überlegen Sie sich, wie viele Stellen die Kundenkontennummer umfassen soll (bis zu 20 Stellen sind möglich) und wie die Kundennummern gegliedert sein sollen. Eine übersichtliche Gliederung ermöglicht Ihnen eine einfache Selektion in allen Auswertungen. So können Sie z.B. nach allen Auslandskonten selektieren, wenn Sie einen einheitlichen Nummernaufbau haben z.B. 230F001 bis 230F999 Kunden aus dem Ausland.
Weiters haben Sie die Möglichkeit Ihre Kunden in Kundengruppen zusammenzufassen. So können Sie z.B. alle Kunden aus EU-Mitgliedsländern in eine Gruppe zusammenzufassen.
Voraussetzungen
Um ein Kundenkonto für einen Kunden aus dem Ausland anzulegen, müssen bereits folgende Datenbereiche existieren:
BKZs Jedes Kundenkonto muss einer Bilanzposition zugeordnet werden. Kundenkonten MÜSSEN im BKZ-Bereich 1000-1999 (Bilanz - AKTIV) oder 2000-2999 (Bilanz - PASSIV) liegen. Achtung: Für Kundenkonten werden in der Bilanz nicht die Einzelsummen, sondern eine Gesamtsumme pro BKZ ausgewiesen. Daher ist es von notwendig die BKZ so anzulegen, dass z.B. alle Inlandskunden, alle Auslandskunden zu einer BKZ zusammengefasst werden.
BWAs Die Eintragung einer BWA-Zahl ist optional und für die Funktionalität der Finanzbuchhaltung nicht unbedingt erforderlich. Sind aber zusätzliche Auswertungen (neben den Bilanzen) gewünscht, bietet sich die BWA-Zahl (Es können pro Konto 3 verschiedene BWAs hinterlegt werden) als Kontengruppierungskennzeichen an.
Zahlungskonditionen Unbedingt erforderlich ist es, dass die Zahlungskonditionenzeilen bereits angelegt wurden. Im Zuge der Anlage eines Kundenkontos können jedem Kundenkonto bis zu zwei Konditionenzeilen zugeordnet werden. Die Zahlungskonditionen können beim Belegerfassen (Verweis zu Belegerfassen) und beim Buchen von DF bzw. DZ jederzeit noch verändert werden.
Preislisten Unbedingt erforderlich ist es, dass die Preislisten vor der Anlage eines Kundenkontos (Ausland) definiert wurden.
Unternehmensstamm Unbedingt erforderlich ist es, dass der Unternehmensstamm (d.h. die Sammlung aller im Unternehmen verwendeten Steuersätze und Steuerkonten) bereits angelegt wurde.
Belegart Um beim Kundenkonto eine Standard-Belegart eintragen zu können müssen diese zunächst angelegt werden.
Ablauf
Um ein Kundenkonto für einen Kunden aus dem Ausland anzulegen, wählen Sie den Menüpunkt
- Stammdaten
- Personenkonten
an bzw. Tastenkürzel (Strg + P)
Kundenkonto FIBU (Ausland)
Kundenkonto FAKT (Ausland)
Nähere Informationen zu den Feldern Kontonummer/Bezeichnung/Zahlungskonditionen/ Preisliste/Belegart siehe Planung der Kundenkonten (Inland).
BKZ1/BKZ2 Geben Sie die Bilanzposition ein, der das Personenkonto in der Bilanzgliederung zugeordnet werden soll. z.B. Kundensammelkonto Ausland
Kunden aus dem Ausland unterliegen nicht der Steuerpflicht. Daher ist es unbedingt notwendig eine Steuerzeile mit dem Prozentsatz 0 % zu definieren und diese in eine Steuerleiste einzubinden. Diese Steuerleiste wird beim Kunden hinterlegt. Diese Steuerleiste übersteuert die Steuerzeile des Artikels.
Damit ist die Minimalanforderung der Kundenkontenanlage für Kunden aus dem Ausland abgeschlossen. Die zusätzlichen Datenbereiche wie Zusatzfelder, Notiz, Budget und Ansprechpartner können optional ausgefüllt werden (je nachdem, ob diese Datenbereich in Ihrem Unternehmen verwendet werden sollen oder nicht).
Zusammenfassung
Kunden aus dem Ausland unterliegen nicht der Steuerpflicht. Daher ist es unbedingt notwendig eine entsprechende Steuerzeile mit dem Prozentsatz 0 % zu definieren und diese in eine Steuerleiste einzubinden. Diese Steuerleiste wird beim Kunden hinterlegt.
Die nächste frei Kontonummer kann mit Hilfe der Taste “+” jederzeit einfach und schnell lokalisiert werden.
Die Zahlungskonditionenzeilen können jederzeit verändert werden und auch im Beleg und beim Buchen übersteuert werden.
Verwandte Themen
Planung der Kundenkonten (Inland) Planung der Kundenkonten (EU-Mitgliedsstaat)) Anlage der Zentral-Filial-Lösungen Anlage der Debitorischen Kreditoren

