Mesonic:Liquiditätsanalyse
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Die Liquiditätsanalyse erfolgt im Programm WINLine INFO über den Menüpunkt
- Info
- Liquiditätsanalyse
oder
- Schnellaufruf STRG + L
Im ersten Schritt erfolgt die Definition, welche Werte in die Liquiditätsanalyse einbezogen werden sollen. Dazu können in der Tabelle folgende Einstellungen vorgenommen werden:
- Wert
In dieser Spalte wird ausgewählt, welche Art von Daten zur Berechnung herangezogen werden sollen. Dabei stehen folgende Optionen zur Auswahl:
- 0 Debitorenfakturen
Damit können alle nicht ausgeglichenen Rechnungen ausgewertet werden, die als Offene Posten in der WINLine FIBU vorhanden sind. Rechnungen, die in der WINLine FAKT gerechnet oder gedruckt wurden, und die noch in einem Stapel vorhanden sind, werden nicht berücksichtigt. D.h. vor einer Liquiditätsanalyse sollten vorher alle vorhandenen Stapel übernommen werden.
- 1 Nicht fakturierte Kundenlieferscheine
Hier werden alle Kundenlieferscheine, die noch nicht fakturiert wurden, ausgewertet (Belegtabelle), wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.
- 2 Nicht gelieferte Kundenaufträge
Hier werden alle Aufträge ausgewertet, für die noch keine Lieferung erfolgt ist, wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.
- 3 Kreditorenfakturen
Damit können alle nicht ausgeglichenen Eingangs-Rechnungen ausgewertet werden, die als Offene Posten in der WINLine FIBU vorhanden sind. Rechnungen, die in der WINLine FAKT gerechnet oder gedruckt wurden, und die noch in einem Stapel vorhanden sind, werden nicht berücksichtigt. D.h. vor einer Liquiditätsanalyse sollten vorher alle vorhandenen Stapel übernommen werden.
- 4 Nicht fakturierte Lieferantenlieferscheine
Hier werden alle Lieferantenlieferscheine, die noch nicht fakturiert wurden, ausgewertet (Belegtabelle), wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden
- 5 Nicht gelieferte Lieferantenbestellungen
Hier werden alle Bestellungen ausgewertet, für die noch keine Lieferung erfolgt ist, wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.
- 6 Kontenbudget
Mit dieser Einstellung lässt sich der Budgetwert von einem Konto (Sach- oder Personenkonto) ermitteln, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.
- 7 BKZ-Budget
Damit kann der Budgetwert einer BKZ mit berücksichtigt werden, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.
- 8 BWA-Budget
Damit kann der Budgetwert einer BWA-Kennzahl mit berücksichtigt werden, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.
- Konto / BKZ / BWA
Diese Spalte kann nur dann bearbeitet werden, wenn die Typen "6 Kontenbudget", "7 BKZ-Budget" oder "8 BWA-Budget" ausgewählt wurden. Dann kann in dieser Spalte der jeweilige Stammdatensatz (Sachkonto, Personenkonto, BKZ, BWA) eingetragen werden, wobei auch jeweils der entsprechende Matchcode zur Verfügung steht, womit nach den Datensätzen gesucht werden kann.
- Bewertung / Bezeichnung
Diese Spalte kann nur dann bearbeitet werden, wenn als Wert eine der Optionen 0 - 5 (Debitorenfakturen, Nicht fakturierte Kundenlieferscheine, Nicht gelieferte Kundenaufträge, Kreditorenfakturen, Nicht fakturierte Lieferantenlieferscheine, Nicht gelieferte Lieferantenbestellungen) verwendet wird. Damit kann eingestellt werden, nach welchem Kriterium die Bewertung erfolgen soll. Dabei stehen immer 3 Varianten zur Verfügung:
- 0 nach durchschnittl. Zahlungskondition
Bei dieser Art der Bewertung werden die durchschnittlichen Tage bis zur Zahlung und der durchschnittliche Skonto-Prozentsatz aus dem jeweiligen Personenkonto (Register FIBU) zur Berechnung verwendet.
- 1 ohne Skontoberücksichtigung
Bei dieser Art der Bewertung werden die Nettotage der OP/des Beleges zur Berechnung verwendet.
- 2 mit optimierter Skontoberücksichtigung
Bei dieser Art der Bewertung werden die Skontotage1 der OP/des Beleges zur Berechnung verwendet.
Wird in der Spalte Wert ein Typ mit Budget ausgewählt, dann wird in dieser Spalte die Bezeichnung des Stammdatensatzes (Kontoname, Bezeichnung der BKZ/BWA) angezeigt.
- Monatsbudget
Diese Spalte kann nur dann bearbeitet werden, wenn die Typen "6 Kontenbudget", "7 BKZ-Budget" oder "8 BWA-Budget" ausgewählt wurden. Damit kann bestimmt werden, wie das Budget, das im jeweiligen Stammsatz hinterlegt ist, aufgeteilt werden soll, wobei es zwei Möglichkeiten gibt:
- 0 in der letzten KW berücksichtigen
Mit dieser Einstellung wird das jeweilige Budget immer in der letzten Kalenderwoche des entsprechenden Monats berücksichtigt.
- 1 aliquot auf die KWs aufteilen
Mit dieser Einstellung wird das jeweilige Budget gleichmäßig auf die Kalenderwochen des entsprechenden Monats aufgeteilt.
- Zusatzbudget
Wurde bei einem Typ mit Budget (6 Kontenbudget, 7 BKZ-Budget oder 8 BWA-Budget) ein Zusatzbudget hinterlegt, wird hier ein Taschenrechnersymbol angezeigt. Durch einen Doppelklick auf das Symbol kann das Zusatzbudget aufgerufen werden.
Durch Anklicken des Buttons können bereits erfasste Zeilen gelöscht werden.
Durch Anklicken des Buttons können neue Zeilen in die Tabelle eingefügt werden.
Mit diesen beiden Buttons kann die Reihenfolge der Einträge innerhalb der Tabelle verändert werden.
Dieser Button steht nur dann zur Verfügung, wenn in der Tabelle ein Typ mit Budget (6 Kontenbudget, 7 BKZ-Budget oder 8 BWA-Budget) erfasst wurde. Dadurch wird eine zweite Tabelle geöffnet, in der ein zusätzliches Budget erfasst werden kann.
In der Tabelle können folgende Daten hinterlegt werden:
- Datum
In dieser Spalte kann das Datum eingegeben werden, an dem der Wert mit berücksichtigt werden soll.
- Betrag
Eingabe des Betrags, der bei der Berechnung berücksichtigt werden soll.
- Text
Hier kann noch eine Bemerkung zum Budget eingegeben werden. Dieser dient allerdings nur zur Beschreibung, bei der Auswertung wird der Text nicht berücksichtigt.
Durch Anklicken des Buttons können bereits erfasste Zeilen gelöscht werden.
- Hinweis
Wurde ein Zusatzbudget hinterlegt, wird dieses - sofern vorhanden - additiv zu bereits bestehenden Budgets berechnet.
- Ausgabe
- Aktuelle Kalenderwoche
In diesem Feld wird die aktuelle Kalenderwoche (abhängig vom Auswertedatum der WINLine) angezeigt.
- bis Kalenderwoche
in diesen Feldern kann die Woche/das Jahr eingegeben werden, bis zu dem die Werte ausgegeben werden soll. Es können max. 104 Wochen – also zwei Jahre ausgegeben werden (mehr Wochen werden nicht berechnet).
- Anzahl der KW-Spalten
Hier kann die Anzahl der Kalenderwochen-Spalten angegeben werden, die bei der Auswertung nebeneinander dargestellt werden. Der Standardwert beträgt 5 Spalten.
- Beispiel
Man befindet sich in der Kalenderwoche 20. Nun sollen die nächsten 20 Kalenderwochen ausgewertet werden. Bleibt die Definition der Anzahl der KW-Spalten auf 5, so wird der Block der Definitionszeilen 4 mal mit je 5 Spalten ausgegeben. Wird die Anzahl der KW-Spalten auf 10 geändert, dann wird der Block der Definitionszeilen nur 2 Mal ausgegeben.
- FW anzeigen
Wird diese Option aktiviert, dann werden - sofern vorhanden - für die Bewegungsdaten (Offene Posten und Belege) auch die Fremdwährungen mit angeführt. Dabei wird in der ersten Zeile immer der Landeswährungsbetrag angeführt, in den nachfolgenden Zeilen werden dann die einzelnen Fremdwährungen angeführt.
Diese Optionen für die Ausgabe werden benutzerspezifisch gespeichert.
- FAKT
- Karenztage von Lieferschein zu Faktura
Hier kann die Anzahl der Tage eingegeben werden, die normalerweise zwischen Erstellung eines Beleges und der Folgestufe vergehen. Diese Option wird bei allen 4 Belegstufen berücksichtigt, d.h.
- bei Kundenlieferscheinen werden die Karenztage zum Lieferscheindatum dazugezählt
- bei Kundenaufträgen werden die Karenztage zum voraussichtlichem Lieferdatum der Belegzeilen dazugezählt
- bei Lieferantenlieferscheinen werden die Karenztage zum Lieferscheindatum dazugezählt
- bei Lieferantenbestellungen werden die Karenztage zum voraussichtlichem Lieferdatum der Belegzeilen dazugezählt
Die Einstellung der Karenztage wird mandantenspezifisch gespeichert.
Durch Drücken der F5-Taste werden alle Einstellungen mandantenspezifisch gespeichert und das Fenster wird geschlossen.
Dieser Button hat 2 Funktionen: Wenn nur das Steuerfenster (mit allen Auswahlmöglichkeiten) offen ist und die ESC-Taste wird gedrückt, dann wird das Fenster geschlossen. Allenfalls vorgenommene Änderungen gehen verloren. Befindet man sich in der Ausgabetabelle und drückt dort die ESC-Taste, dann gelangt man in das Steuerfenster zurück und kann ggf. die Definition oder andere Einstellungen ändern.
Durch Anklicken des Berechnen-Buttons bzw. durch Drücken der Tastenkombination ALT+R wird die folgende Meldung angezeigt:
Wird die Meldung mit JA bestätigt, wird die Berechnung der Liquiditätsanalyse gemäß den Einstellungen durchgeführt. Wird die Meldung mit NEIN bestätigt, unterbleibt die neue Berechnung. Die Berechnung sollte nach jeder Änderung der Definition bzw. nach Änderungen in den Bewegungsdaten (sofern diese bei den Berechnungen berücksichtigt werden sollen) durchgeführt werden.
Durch Anklicken des Buttons "Tabelle ausgeben" bzw. durch Drücken der Tastenkombination ALT + T werden die Daten gemäß den Einstellungen in Tabellenform dargestellt.
In der ersten Zeile der Auswertung wird der aktuelle Saldo der Zahlungsmittelkonten angezeigt. Hier wird der Saldo aller Konten verwendet, bei denen der Kontentyp auf "Zahlungsmittelkonto" gestellt ist.
Darunter werden dann die Einträge gemäß den Einstellungen ausgewiesen, wobei in den Zeilen die Definitionen und in den Spalten die Werte / Kalenderwoche ausgegeben werden. In der ersten Kalenderwoche werden alle überfälligen Datensätze zusammengefasst und angezeigt.
Vor der ersten Spalte "Kalenderwoche" wird die Spalte "Kennzeichen" angezeigt, aus der ersichtlich ist, welcher Wert (mit welcher Berechungsbasis) in dieser Zeile enthalten ist. Der Wert setzt sich wie folgt zusammen:
- 1. Stelle = Wert
Das ist die Einstellung, die in der ersten Spalte der Tabelle definiert wurden (also 0 = Debitorenfakturen, 1 = Nicht fakturierte Kundenlieferscheine, 2 = Nicht gelieferte Kundenaufträge, 3 = Kreditorenfakturen, 4 = Nicht fakturierte Lieferantenlieferscheine, 5 = Nicht gelieferte Lieferantenbestellungen, 6 = Kontenbudget, 7 = BKZ-Budget, 8 = BWA-Budget).
- 2. Stelle = Bewertung
Hier wird angezeigt, nach welcher Bewertungsmethode die Berechnung erfolgt, wobei hier die Einstellung der dritten Spalte der Tabelle verwendet wird (also 0 = nach durchschnittl. Zahlungskondition, 1 = ohne Skontoberücksichtigung, 2 = mit optimierter Skontoberücksichtigung). Wenn die erste Stelle 6, 7 oder 8 ist, dann ist die zweite Stelle immer 0.
- Ab 3. Stelle = Stammdatensatz
Die Kennzahl ist nur dann mehr wie 2 Stellen lang, wenn an der ersten Stelle 6, 7 oder 8 steht. Dann wird nämlich ab der 3. Stelle die Kontonummer, die BKZ oder die BWA angezeigt, die in der Tabelle hinterlegt wurde.
Wenn in der Liquiditätsanalyse die Option "FW anzeigen" aktiviert ist, dann wird das Kennzeichen um den Fremdwährungscode erweitert, wobei der Code zuerst angedruckt wird (USD20 steht also für "nicht gelieferte Kundenaufträge" (2) "nach durchschnittlichen Zahlungskonditionen (0) in Fremdwährung US-Dollar).
- Hinweis
Wenn keine Lizenz für die Liquiditätsanalyse vorhanden ist oder der Benutzer ein Demobenutzer ist, werden in der Liquiditätsanalyse nur die aktuelle KW und die kumulierten Werte der Vorperioden (aktuelle KW -1) angezeigt, unabhängig davon, wie viele Wochen eingestellt wurden.
Dieser Button kann nur dann angeklickt bzw. mit der Tastenkombination ALT + X aufgerufen werden, wenn die Auswertung bereits als Tabelle vorliegt. Damit kann die Tabelle als XLS-Datei (Excel-Format) in jedem beliebigen Verzeichnis, auf das Zugriff besteht, abgespeichert und in weiterer Folge weiterbearbeitet werden.
Dieser Button kann nur dann angeklickt bzw. mit der Tastenkombination ALT + I aufgerufen werden, wenn die Auswertung bereits als Tabelle vorliegt. Damit wird die Datei LA.XLS geöffnet, die eine Berechnung der Liquiditätsanalyse inkl. Grafik beinhaltet. Als Basis für die Berechnung wird die Datei LA2.XLS verwendet, die ebenfalls durch Anklicken des Buttons erstellt bzw. überschrieben wird.
Sollte mit dieser Berechnung kein Auslangen gefunden werden, kann die Datei individuell adaptiert werden.




