Mesonic:WP WINLine Liquiditätsanalyse

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WINLine Liquiditätsanalyse

Produktinhalt

Das Modul WINLine LIAN (Liquiditätsanalyse) ist ein Tool, mit dem man sich die aktuelle Finanzsituation ansehen bzw. auch den zukünftigen Finanzierungsbedarf ermitteln lassen kann. Als Basis für die Ermittlung können alle Offenen Posten (Kundenforderungen bzw. Lieferantenverbindlichkeiten), nicht fakturierte Lieferscheine bzw. nicht gelieferte Aufträge/Bestellungen (zukünftige Erlöse bzw. Aufwendungen) verwendet werden, wobei hier auch Skonti berücksichtigt werden können. Zusätzlich dazu ist es auch möglich, Budgetwerte (Konten, BKZ oder BWA) in die Berechnung mit einfließen zu lassen (z.B. um voraussichtliche Steuerzahlungen, oder sonstige Ausgaben zu erfassen).

Als Ergebnis erhält man eine Auswertung, die beginnend mit der aktuellen Kalenderwoche -1 den aktuellen Stand der liquiden Mitteln (Saldo der Zahlungsmittelkonten) anzeigt und dann die jeweiligen erwarteten Zahlungseingänge bzw. Zahlungsausgänge pro Kalenderwoche ausführt.


===Details zu den wählbaren Informationen:===

Selektierbare Dateninhalte

Zuerst wird ausgewählt, welche Art von Daten zur Berechnung herangezogen werden sollen. Dabei stehen folgende Optionen zur Auswahl:

  • 0 Debitorenfakturen

Damit können alle nicht ausgeglichenen Rechnungen ausgewertet werden, die als Offene Posten in der WINLine FIBU vorhanden sind. Rechnungen, die in der WINLine FAKT gerechnet oder gedruckt wurden, und die noch in einem Stapel vorhanden sind, werden nicht berücksichtigt. D.h. vor einer Liquiditätsanalyse sollten vorher alle vorhandenen Stapel übernommen werden.

  • 1 Nicht fakturierte Kundenlieferscheine

Hier werden alle Kundenlieferscheine, die noch nicht fakturiert wurden, ausgewertet (Belegtabelle), wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.

  • 2 Nicht gelieferte Kundenaufträge

Hier werden alle Aufträge ausgewertet, für die noch keine Lieferung erfolgt ist, wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.

  • 3 Kreditorenfakturen

Damit können alle nicht ausgeglichenen Eingangs-Rechnungen ausgewertet werden, die als Offene Posten in der WINLine FIBU vorhanden sind. Rechnungen, die in der WINLine FAKT gerechnet oder gedruckt wurden, und die noch in einem Stapel vorhanden sind, werden nicht berücksichtigt. D.h. vor einer Liquiditätsanalyse sollten vorher alle vorhandenen Stapel übernommen werden.

  • 4 Nicht fakturierte Lieferantenlieferscheine

Hier werden alle Lieferantenlieferscheine, die noch nicht fakturiert wurden, ausgewertet (Belegtabelle), wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden

  • 5 Nicht gelieferte Lieferantenbestellungen

Hier werden alle Bestellungen ausgewertet, für die noch keine Lieferung erfolgt ist, wobei die Werte inkl. Steuer ausgewiesen werden.

Mehr Themen:

  • Karenztage von Lieferschein zu Faktura
  • Bewertung / Bezeichnung
  • Monatsbudget
  • Zusatzbudget

Karenztage von Lieferschein zu Faktura

Hier kann die Anzahl der Tage eingegeben werden, die normalerweise zwischen Erstellung eines Beleges und der Folgestufe vergehen. Diese Option wird bei allen 4 Belegstufen berücksichtigt, d.h.

  • bei Kundenlieferscheinen werden die Karenztage zum Lieferscheindatum dazugezählt
  • bei Kundenaufträgen werden die Karenztage zum voraussichtlichem Lieferdatum der Belegzeilen dazugezählt
  • bei Lieferantenlieferscheinen werden die Karenztage zum Lieferscheindatum dazugezählt
  • bei Lieferantenbestellungen werden die Karenztage zum voraussichtlichem Lieferdatum der Belegzeilen dazugezählt

Die Einstellung der Karenztage wird mandantenspezifisch gespeichert.

  • 6 Kontenbudget

Mit dieser Einstellung lässt sich der Budgetwert von einem Konto (Sach- oder Personenkonto) ermitteln, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.

  • 7 BKZ-Budget

Damit kann der Budgetwert einer BKZ mit berücksichtigt werden, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.

  • 8 BWA-Budget

Damit kann der Budgetwert einer BWA-Kennzahl mit berücksichtigt werden, wobei hier immer das Budget 1 zur Berechnung verwendet wird.


Bewertung / Bezeichnung

Wenn als Wert eine der Optionen 0 - 5 (Debitorenfakturen, Nicht fakturierte Kundenlieferscheine, Nicht gelieferte Kundenaufträge, Kreditorenfakturen, Nicht fakturierte Lieferantenlieferscheine, Nicht gelieferte Lieferantenbestellungen) verwendet wird, kann eingestellt werden, nach welchem Kriterium die Bewertung erfolgen soll. Dabei stehen immer 3 Varianten zur Verfügung:

  • 0 nach durchschnittl. Zahlungskondition

Bei dieser Art der Bewertung werden die durchschnittlichen Tage bis zur Zahlung und der durchschnittliche Skonto-Prozentsatz aus dem jeweiligen Personenkonto (Register FIBU) zur Berechnung verwendet. Die Werte, die für diese Art der Bewertung herangezogen werden, können mit der Auswertung "Zahlungsmoral" in der WINLine FIBU automatisch in den Personenkontenstamm geschrieben werden.

  • 1 ohne Skontoberücksichtigung

Bei dieser Art der Bewertung werden die Nettotage der OP/des Beleges zur Berechnung verwendet.

  • 2 mit optimierter Skontoberücksichtigung

Bei dieser Art der Bewertung werden die Skontotage1 der OP/des Beleges zur Berechnung verwendet.

Bei den Typen "6 Kontenbudget", "7 BKZ-Budget" oder "8 BWA-Budget" kann der jeweilige Stammdatensatz (Sachkonto, Personenkonto, BKZ, BWA) eingetragen werden, wobei auch jeweils der entsprechende Matchcode zur Verfügung steht, womit nach den Datensätzen gesucht werden kann.


Monatsbudget

Wenn der Typen "6 Kontenbudget", "7 BKZ-Budget" oder "8 BWA-Budget" ausgewählt wurde kann auch definiert werden, wie das Budget, das im jeweiligen Stammsatz hinterlegt ist, aufgeteilt werden soll, wobei es zwei Möglichkeiten gibt:

  • 0 in der letzten KW berücksichtigen

Mit dieser Einstellung wird das jeweilige Budget immer in der letzten Kalenderwoche des entsprechenden Monats berücksichtigt.

  • 1 aliquot auf die KWs aufteilen

Mit dieser Einstellung wird das jeweilige Budget gleichmäßig auf die Kalenderwochen des entsprechenden Monats aufgeteilt.


====Zusatzbudget====Wenn in der Tabelle ein Typ mit Budget (6 Kontenbudget, 7 BKZ-Budget oder 8 BWA-Budget) erfasst wurde, kann in einer zweiten Tabelle ein zusätzliches Budget erfasst werden.


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Wurde ein Zusatzbudget hinterlegt, wird dieses - sofern vorhanden - additiv zu bereits bestehenden Budgets berechnet.

Ausgabe

Für die Ausgabe können folgende Optionen eingestellt werden:

  • Aktuelle Kalenderwoche

In diesem Feld wird die aktuelle Kalenderwoche (abhängig vom Auswertedatum der WINLine) angezeigt.

  • bis Kalenderwoche

in diesen Feldern kann die Woche/das Jahr eingegeben werden, bis zu dem die Werte ausgegeben werden soll. Es können max. 26 Wochen ausgegeben werden (mehr Wochen werden nicht berechnet).

  • Anzahl der KW-Spalten

Hier kann die Anzahl der Kalenderwochen-Spalten angegeben werden, die bei der Auswertung nebeneinander dargestellt werden. Der Standardwert beträgt 5 Spalten.

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Berechnen-Button

Durch Anklicken des Berechnen-Buttons bzw. durch Drücken der Tastenkombination ALT+R wird die folgende Meldung angezeigt:


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Wird die Meldung mit JA bestätigt, wird die Berechnung der Liquiditätsanalyse gemäß den Einstellungen durchgeführt. Wird die Meldung mit NEIN bestätigt, unterbleibt die neue Berechnung. Die Berechnung sollte nach jeder Änderung der Definition bzw. nach Änderungen in den Bewegungsdaten (sofern diese bei den Berechnungen berücksichtigt werden sollen) durchgeführt werden.

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Tabelle ausgeben

Durch Anklicken des Buttons "Tabelle ausgeben" bzw. durch Drücken der Tastenkombination ALT + T werden die Daten gemäß den Einstellungen in Tabellenform dargestellt.


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In der ersten Zeile der Auswertung wird der aktuelle Saldo der Zahlungsmittelkonten angezeigt. Hier wird der Saldo aller Konten verwendet, bei denen der Kontentyp auf "Zahlungsmittelkonto" gestellt ist.

Darunter werden dann die Einträge gemäß den Einstellungen ausgewiesen, wobei in den Zeilen die Definitionen und in den Spalten die Werte / Kalenderwoche ausgegeben werden. In der ersten Kalenderwoche werden alle überfälligen Datensätze zusammengefasst und angezeigt.

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Tabelle exportieren

Dieser Button kann nur dann angeklickt bzw. mit der Tastenkombination ALT + X aufgerufen werden, wenn die Auswertung bereits als Tabelle vorliegt. Damit wird die Datei LA2.XLS im Programmverzeichnis erzeugt, das in weiterer Folge die Basisdaten für die Ermittlung einer Liquiditätsanalyse darstellt. Dazu gibt es eine zweite XLS-Datei mit dem Name LA.XLS, die die Berechnung durchführt:


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Wenn andere Berechnungsvarianten gewünscht werden, kann dies über eine eigene XLS-Datei erzeugt werden.


===Zahlungsmoral===Ein weiterer Bestandteil von WINLine LIAN ist die Auswertung der Zahlungsmoral von Kunden. Damit kann - eingeschränkt auf einen Zeitraum - ermittelt werden, wie lange der Kunde durchschnittlich braucht, um seine Rechnungen zu begleichen. Dazu wird auch die dadurch entstehenden Verzugszinsen ermittelt, wodurch dann ersichtlich ist, was der Zahlungsverzug von Kunden kostet.

Die Anzahl der durchschnittlichen Zahlungstage und der durchschnittliche Skontoprozentsatz kann optional auch in den Personenkontenstammdaten zurückgeschrieben werden.